Informationen zur Flugdauer beim Gleitschirmfliegen

Einige Anbieter geben für den Tandemflug im Gleitschirm relativ lange Flugzeiten an.

Grundsätzlich kann man beobachten, dass Tandempiloten meist bemüht sind, die Flugdauer beim Tandemflug so weit wie möglich auszureizen. Allerdings sind die Möglichkeiten des Tandempiloten, die Flugdauer beim Gleitschirmfliegen maßgeblich zu beeinflussen, oft gar nicht gegeben! Und warum das so ist, wollen wir hier beschreiben.

1. Die Jahreszeit zum Gleitschirmfliegen

Die stärkste Thermik herrscht in den Monaten April-Juni vor. Die große Temperaturdifferenz zwischen dem Boden (Tal) und den hohen Luftschichten lässt die warme Luft nach oben steigen. Perfekt für hohe und lange Gleitschirmflüge, an manchen Tagen aber nicht für jeden Magen geeignet.

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Bitte beachten Sie: Die von uns für diesen Flug angegebene Flugdauer kann vom Piloten ab Anfang/Mitte August aufgrund der schwächeren Thermik nicht immer garantiert werden!

Ausreichende Thermik für Paraglidingflüge mit „Startüberhöhung“ findet man auch noch oft in der Zeit von Juli bis Mitte September. Danach sind es nur noch vereinzelte Tage, an denen längere Paraglidingflüge möglich sind, bis man dann im September und Oktober vor allem von Gleitflügen ohne Thermik spricht. Der Vorteil hier wiederum: Der Tandemflug ist vollkommen sanft und der Gast kann auf Wunsch auch einmal selber lenken – für viele ein großes Erlebnis!

2. Der richtige Wind zum Gleitschirmfliegen

Windrichtung und Windstärke sind entscheidende Faktoren für den gesamten Ablauf des Tandemfluges. Ein Gleitschirmstart mit Rückenwind ist kaum möglich, da sich der Gleitschirm beim Loslaufen nicht genug mit Luft füllt. Zu starker Wind kann einen Start ebenso unmöglich machen. Und auch die beste Thermik nutzt beim Gleitschirmfliegen nichts, wenn starker Wind die Thermik „verdrängt“.

Daher ist beim Start ein leichter Wind (5-20 km/h) von vorne die „beste Wahl“, der Paraglidingflug selbst ist oft bei wenig Wind am schönsten. Ausnahme: Stärkerer Wind, der völlig gleichmäßig und direkt von Vorne auf den Berg trifft, kann einen Gleitschirmflieger oft stundenlang am Berg entlang schweben lassen.

Man nennt diese Art des Fliegens auch „Hang – Soaring“ im Aufwind am Berg. Hier ist keine Thermik im Spiel, und selbst im Winter kann man bei diesen Bedingungen oft lange fliegen.

3. Die beste Tageszeit zum Gleitschirmfliegen

Kein Tag ist wie ein anderer! Grundsätzlich kann man gerade im Frühjahr schon am Vormittag Thermik haben, an anderen Tagen wiederum lässt die Zeit der „Thermikauslösung“ bis zum späten Nachmittag auf sich warten.

Der Stand der Sonne (Jahreszeit und Uhrzeit), die Entwicklung des Windes im Verlauf eines Flugtages und eine gute Wetteranalyse durch den Tandempiloten entscheiden hier, wann der Start zum Paragliding – Tandemflug erfolgen kann und wie lange ein Tandemflug ist. An guten Flugtagen ist ein Start zu jeder Uhrzeit möglich (solange man Tageslicht hat).

4. Das Gewicht von Pilot und Tandemgast

Die Summe aus dem Gewicht von Tandempilot, Flugausrüstung und Fluggast ergibt ein Gesamtgewicht. Die Regeln der Schwerkraft sind auch für den besten Tandempiloten leider bindend und können gerade an thermikschwachen Tagen dazu führen, dass man mit einer 50 kg leichten Dame deutlich länger in der Luft ist, als mit einem 100 kg schweren Mann.

5. Das Pilotenkönnen beim Gleitschim – Tandemflug

Natürlich spielt auch das eine Rolle. Erfahrene Tandempiloten, die ihren „Hausberg“ in- und auswendig kennen, werden die Flugzeit optimal ausreizen können. Allerdings sind fast alle Tandempiloten langjährige Gleitschirmflieger und ihrem Hausberg treu verbunden. Daher spielt dieser Aspekt eine eher untergeordnete Rolle.

6. Das Fluggebiet für unsere Tandemflüge im Gleitschirm

Die Wahl des Fluggebietes hängt vor allem von den vorhergesagten Windbedingungen ab. Grundsätzlich sind in allen bekannten Fluggebieten am deutschen Alpenrand auch lange Flüge möglich.

Schon eher spielt eine Rolle, auf welcher Seite der Alpen man sich befindet. Während wir (auf der Alpennordseite) zu den Thermikmonaten im Frühjahr lieber Zuhause bleiben (weil im Süden die Thermik zu stark ist), kann z.B. der Südtiroler Flieger dafür noch im Herbst thermisch gleitschirmfliegen.

7. Der Fluggast beim Tandemflug

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Fluggäste eine Flugdauer von ca. 15-30 Minuten als ideal und angenehm empfinden, dann aber auch gerne mal wieder den Boden unter den Füßen spüren.

Die Eindrücke, die man als Gesamterlebnis von einem Paragliding – Tandemflug mitnimmt, sind nicht in Minuten zu definieren. Dies würde eher einem Konsumverhalten entsprechen, der diesem fantastischen Spiel mit der Natur unserer Ansicht nach nicht würdig ist.

8. Das Glück mit dem “richtigen Moment”

Schon oft sind gute Tandempiloten an einem scheinbar genialen Flugtag gestartet, dann aber nach 10 Minuten am Boden gestanden. Piloten, die nur 5 Minuten später gestartet waren, konnten lange fliegen. Warum? Thermik und Wind sind nie gleichmäßig vorhanden. Es gibt „schwache“ und „starke“ Phasen im Laufe eines Tages – leider sind diese Phasen in der Luft nicht sichtbar bzw. zu unterscheiden.

9. Mit dem Herzen dabei

Unser ganzes Paragliding-Team besteht aus begeisterten und Sicherheit bewussten Gleitschirmfliegern, die mit Herz und Seele dabei sind. Auch deshalb stehen wir selber ungern wieder zu früh am Boden.

Flugablauf beim Tandemgleitschirmflug

Video Akro Paragliding Tandemflug

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